Germer, Harald - Galerie Capriola

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Germer, Harald

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Mittelpunkt der Ausstellung sind zwei Glasbilder, die indiesem Sommer entstandensind. Die Herstellung von vier Glasfenstern für die Wallfahrtskirche St. Wendelin und St. Nikolaus in Breitenbach war für Harald Germer die wichtigste Arbeit des Jahres 2006. Diese Fenster entstanden – ebenso wie die Exponate dieser Ausstellung – in Zusammenarbeit mit Derix Glasstudios, Hier klicken, um eine Vergrößerung anzuzeigenTaunusstein. Dies ist ein Gütezeichen besonderer Art, denn diese Firma setzt weltweit die Qualitätsmaßstäbe für Glasfenster und Glaskunstprodukte. Für Germers Arbeiten hat Derix eine eigene Technik entwickelt, bei der die Tradition des geätzten und mit Bleilot bemalten Überfangglases mit modernsten Methoden der Glasmalerei und sensibel eingesetzten Sandstrahlungen kombiniert wird. Für die Fenster ist das Thema Wasser die Vorgabe. Ein Thema, mit dem GermerHier klicken, um eine Vergrößerung anzuzeigen sich schon seit Jahren intensiv beschäftigt. So sehen wir eine Gruppe von Gemälden in verschiedenen Techniken mit Wassermotiven, unter anderem auch einen Entwurfskarton für eines der Breitenbachfenster, gearbeitet mit Acrylfarbe auf TYVEG. TYVEG ist ein Glasfaservlies, das der Farbe eine aquarellartige Anmutung verleiht, sich im Gegensatz zu Papier jedoch niemals wellt. Auch eine Pfütze kann Inspiration für ein Wasserbild sein. Der in ihr herum schwimmende Schmutz ist dabei ebenso reizvoll wie die schillernden Öltröpfchen und der sich spiegelnde Himmel.

Außer den Wasserbildern sehen wir noch zwei neue Werkgruppen. Das kleine Format zeigt, dass Germer hier noch dabei ist, ein Thema durchzuspielen und die Spannung für Großformate aufgebaut wird. Eine der Werkgruppen heißt »Disguised love«: Körperlandschaften, Körper, teils verhüllt, teils freigelegt; geheimnisvoll und poetisch präsentiert. Dabei wird auch die Technik des Craqueles eingesetzt, die man eigentlich nur von Keramiken und Metallarbeiten kennt. Natürlich ist es eine ganz andere Sache so etwas auf einem Malgrund zu erzielen. Diese Technik findet sich auch bei der Werkgruppe der „Mongolischen Visionen“. Ausgangspunkt dieser Bilder ist der Flohmarktfund des Buches: „Im Banne des Dschinghis Khan“ von Heinz Waterboer, das aus den 30iger Jahren stammt und eindringliche Schilderungen der weiten mongolischen Steppen und Wüsten enthält. Bei diesen Bildern verhüllt das weiße Craquelegespinst die Vision. Ein Schleier des Bewusstseins, der die Landschaft zur traumartigen Erscheinung werden lässt.

Biografische Daten

1952

in Aschaffenburg geboren

1972

Abitur

1972/73

Studium in Frankfurt (Physik, Astronomie, Kunsterziehung)

1973–1978

Studium an der Kunstakademie in München

1978

1. Staatsexamen Kunsterziehung

1978–1980

Referendariat (Kempten, Aschaffenburg)

1980

2. Staatsexamen Kunsterziehung (Gymnasium)

seit 1980

Kunsterzieher am HSG, Erlenbach

seit 1998

Kunsterzieher am Friedrich-Dessauer-Gymnasium, Aschaffenburg

Zahlreiche Ankäufe von Bildern, Objekten, Spielgestaltungen durch Museen und öffentliche Institutionen.

 
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