Krug-Stührenberg, Cornelia - Galerie Capriola

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Krug-Stührenberg, Cornelia

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Cornelia Krug-Stührenbergs Malerei bewegt sich zwischen abstrahierten Landschaften, Figurenbildern und der Synthese aus beiden Elementen.

»Mit der informellen Kunst ihres Lehrers Schumacher verbindet Cornelia Krug-Stührenberg die Absage an realistische Malerei. Landschaft, Naturformen, Figur und die Möglichkeiten, diese zu abstrahieren, nehmen jedoch einen ebenso wichtigen Platz in ihrer Arbeit ein wie informelle Strukturen und bewegte Farbflächen.Die Möglichkeit des Übersetzens von Naturgegenstand in abstrahierte Malerei bringt ihr die Freiheit in der Farbwahl und das Experiment mit Gegenstand und formaler Entgrenzung. Auch technisch lässt ihr die Vielfalt im offenen Experiment mit deckenden und lasierenden Farben, feinflächigen Überlagerungen und pastosem Farbauftrag alle Möglichkeiten individueller Gestaltung.

Cornelia Krug-Stührenbergs Bilder sind von der lebendigen Oberfläche geprägt. Die Dominanz einzelner Farben und Formen wird von ihr so lange in Frage gestellt, partiell wieder aufgelöst und übermalt, bis sie eine spannungsreiche Komposition erreicht hat.

Farbflächen sind mit Weiß abgedeckt und lassen nur noch schwachfarbige Strukturen durchscheinen. Dagegen stehen massive Farbschichten, die das vibrierende Leben der Malmaterie bestimmen, unterstützt von Sand, der den Farben beigemischt ist. Das Urelement, als Masse schwer, als Materie leicht, sinnlich, fließend wird von der Künstlerin in matten Farbflächen eingesetzt. Die Sandbeimischung bestimmt als dünne transparente Schichtung die Leichte einer malerischen Geste und als pastose Dichte eingesetzt steht sie für die kompakte Schwere bewegter Spannung. Und sie führt zur brüchigen Oberflächenstruktur der Bilder, die neben elementar Erdhaftem auch immer Verletzung thematisiert.

Die Werkgruppe der abstrahierten Landschaften könnte man auch als Erfahrungsräume bezeichnen. Sie bedienen sich eines aus der Natur abgeleiteten Formenvokabulars. Aber die Künstlerin gestaltet selbstentworfene Landschafts- und Naturbilder zu imaginären, menschenlosen Räumen oder zu Erfahrungsräumen, in denen sich Figuren bewegen. Ein bestimmtes, identifizierbares Stück Landschaft ist für Cornelia Krug-Stührenberg unwichtig. Der Ort ihrer Landschaften kann überall sein: in uns und außerhalb von uns, im Möglichen und im Wirklichen. Landschaft wird von ihr bewusst in eine Dimension verwandelt, die zum Träger von Stimmungen und Emotionen wird. Beim Umsetzen von Gefühlen in abstrahierte Malerei bewegt sie sich in einem Repertoire, das aus ihrer unmittelbaren Erlebniswelt kommt.

Auch in ihren Figurenbildern abstrahiert die Künstlerin bis zur Auflösung der konventionellen Vorstellung von einer Figur, einem Kopf und kommt zu stark psychologisierten Darstellungen des Menschen in imaginierten Räumen.

Während in der Malerei das großformatige Ölbild dominiert, genügen der Künstlerin kleine Formate für ihre Aquarelle. Formal stark reduziert schafft sie lichtdurchflutete und dichte Blätter, häufig mit Überlagerungen aus mehreren transparenten Farbschichten. Freie Formen werden hier zu Metaphern und Symbolen gestaltet, die Ruhe oder Bewegung thematisieren.

Cornelia Krug-Stührenberg verarbeitet in ihren Landschafts- und Erfahrungsräumen Gesehenes mit Erlebtem, Reales mit Psychologischem und kommt damit zu einer sehr eigenen Bildsprache.«

Dorit Marhenke
Direktorin der Kunsthalle Darmstadt

Biografische Daten

1953 geboren in Würzburg, nach dem Abitur Studium der freien Malerei.
1974-1978 an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Emil Schumacher.
1978-1979 bei Per Kirkeby, dann Gaststudium.
1979-1986 an der Accademia di Belle Arti in Florenz bei Silvio Loffredo.
Seit 1979 freischaffend.

Mitglied des BBK Unterfranken.
Gründungsmitglied der Gruppe »Spess-Art«.

Seit 2005 Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe »Venature«, Mailand.
2008 und 2011 Gastkünstler bei Toscana-In
(internationales Symposium Bildende Kunst in Gambassi Therme)
Arbeitsaufenthalte in den mediterranen Ländern, in Marokko und Indien

Beteiligung an Gruppenausstellungen im In- und Ausland, Ausstellungs- und Atelierdokumentationen des bayerischen Fernsehens und des TV-Touring.

Öffentliche Ankäufe und Aufträge,
Arbeiten in Sammlungen (Auswahl):
Städtische Sammlungen, Schweinfurt,
Kulturstiftung Otto Brass, Aschaffenburg,
Corporate Center Kunst der Deutschen Bank, Frankfurt,
Rhein-Hypo-Centrale, Düsseldorf,
Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim,
Staatl. Hochbauamt, Würzburg.


 
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