Rischar, Siegfried - Galerie Capriola

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Rischar, Siegfried

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1924 wird Siegfried Rischar in Aschaffenburg geboren. Eine sorgenfreie Kindheit und Jugend am Untermain wird jäh durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beendet. Wie viele seiner Künstlerkollegen entdeckt er während seiner Zeit bei der Kriegsmarine in der Gefangenschaft das Zeichnen. Nach dem Krieg wird er Gaststudent der Akademien in Riga, Danzig und Gotenhafen. 1947 beginnt er sein Studium der Malerei bei Wilhelm Heise an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt. Danach ist er unter anderem als Bühnenbildner und Gebrauchsgrafiker tätig. In dieser zeit unternimmt er erste Reisen nach Italien und Jugoslawien. Seit 1958 betätigt sich Rischar als freischaffender Künstler. 1967 gestaltet er den Kreuzweg in der Wallfahrtskirche Hessenthal und mehrere Kreuzwege und Altarbilder in anderen Kirchen. 1968 reist der Künstler zum ersten Mal nach New York. 1969 wird eine Ausstellung mit Werken Siegfried rischars im Frankfurter Goethehaus eröffnet. 1970 begegnet er dem Berliner Galeristen Ben Wargin, mit dem er seitdem bei vielen Ausstellungen und Projekten zusammenarbeitet. 1972 reist Rischar nach Indien, um Ausstellungen seiner Werke in Kalkutta, Neu-Delhi, Bangalore, Madras, Hyderahbad und Poona zu begleiten. Von 1973 bis 1980 unternimmt er mehrere Male Reisen in die USa und besucht auch Kanada und Alaska. 1975 entsteht das Wandbild „Der Weltbaum“ für das Berliner Tiergartenviertel. Im Jahr 1976 eröffnet er Ausstellungen in Montreal, Toronto und Boston. 1977 unternimmt er zum ersten Mal eine Studienreise nach Griechenland, wo Zeichnungen und Ölbilder zu mythologischen Themen entstehen. In den folgenden jahren reist er immer wieder in das Land, weil er das Licht dort sehr schätzt. In den Jahren 1982 bis 1985 nimmt Rischar an den Internationalen Pleinairs der Darmstädter Sezession im französischen Mirabel teil. 1982 entsteht auch der Pastellkreidezyklus zu Schuberts »Winterreise«. In den Jahren 1984 bis 1987 malt Rischar im Auftrag der Landeszentralbank Hessen in Frankfurt zwei gegenüberliegende Wandfriese zum Thema „Faust II), die acht Ölbilder umfassen sein wohl wichtigstes Werk. 1986 schafft der Künstler an dem Wandbild »Werken, Sein, Vergehen« im Berliner S-Bahnhof Savignyplatz. 1989 arbeitet Rischar zum Mauerfall und der Wiedervereinigung Deutschlands. Seit 1991 steht ein von Rischar bemaltes Mauersegment vor seinem Atelier in Aschaffenburg. Seit 1995 kehrt beständig ein Thema in Rischars Werken wieder, das er in Zeichnungen wie Ölbildern umsetzt: »Wie die Zeit verrinnt«. Im Jahr 2001 ehrt ihn seine Heimatstadt Aschaffenburg mit dem Kulturpreis. Im Herbst 2009 verstarb Rischar in Aschaffenburg.

Seine Werke befinden sich weltweit in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.

 
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